MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Flüchtlingshelfer aus dem Zweiten Weltkrieg wird in Israel geehrt

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Es ist eine kleine Wiedergutmachung für ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte: In Rischon LeZion weihte der Schweizer Bundesrat Johann Schneider-Ammann eine Strasse zu Ehren von Paul Grüninger ein. Grüninger hatte während des Zweiten Weltkrieg als Polizeikommandant von St. Gallen zahlreichen Juden das Leben gerettet, in dem er sie illegal in die Schweiz einreisen liess. Diese Menschen wurden dadurch vor der Vernichtung durch die Nazis gerettet.

Für sein Engagement zahlte der Polizist einen hohen Preis: Er wurde 1939 des Amtes enthoben, wegen Verletzung der Amtspflichten und Urkundenfälschung verurteilt und starb schliesslich 1972 in bitterer Armut.

„Heute können wir uns vor den gerechten Individuen verneigen, die persönliche Risiken eingingen, um Leben zu retten. Paul Grüninger war einer von ihnen“, betonte Bundesrat Schneider-Ammann in seiner Rede zur Zeremonie.

Die Paul-Grüninger-Strasse in Rischon LeZion (Bild: Jacques Korolnyk).

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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