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Neues Bussystem für Haifa

in Israel Zwischenzeilen

Ab dem 2. August werden in Haifa völlig neuartige Busse in den Nahverkehr der Stadt integriert. Insgesamt 90 Doppelgelenk-Busse sollen unter anderem die Strecke von dem Bahnhof „Hof HaKarmel“ bis in die Krayot-Gegend befahren. In sechs Bussen wird ein Hybridmotor getestet, dabei handelt es sich um eine Kombination aus Diesel- und Elektromotor.

Ziel des neuen Verkehrssystems, das der israelische Verkehrsminister Israel Katz als „Revolution“ bezeichnet, ist es, den Nahverkehr bequemer und effizienter zu gestalten. Die Busse navigieren mithilfe von Magneten, die in Sonderspuren in die Strasse eingelassen sind. So ist auf insgesamt 37 Kilometern eine induktive Spurführung möglich, für die theoretisch kein Busfahrer gebraucht wird. Das Fahrgestell der Busse wurde von dem deutschen Hersteller „MAN“ geliefert. Der Kauf der Busse sowie der Bau neuer Haltestellen soll umgerechnet rund 63 Millionen Euro (78 Millionen CHF) gekostet haben.

Die Fahrkarten für die Busse sollen in Zukunft nicht mehr, wie bisher, im Bus selbst, sondern an den Haltestellen gekauft werden. Damit soll die Wartezeit der Busse verkürzt werden. Für den Anfang können die Fahrgäste jedoch erst einmal kostenlos in den Bussen fahren, bis das neue elektronische Fahrkartensystem zur Verfügung steht.

Die neuen Busse in Haifa sollen den Nahverkehr bequemer und effizienter machen (Bild MAN Truck & Bus).
Die neuen Busse in Haifa sollen den Nahverkehr bequemer und effizienter machen (Bild MAN Truck & Bus).

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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