MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Nahverkehr setzt auf eine Karte für alle

in Israel Zwischenzeilen/Tourismus & Natur

Schon vor ein paar Monaten hat der israelische Nahverkehr auf die sogenannte „Rav-Kav“-Karte umgestellt. Vor allem in Bussen kann man mittlerweile nur noch mit dieser Karte bezahlen, viele Busfahrer verkaufen gar keine Tickets mehr direkt. Touristen, die darüber oft nicht informiert waren, durften oft kostenlos fahren. Diese Großzügigkeit wird sich jetzt aber sicher zurückgehen, denn auch Touristen können nun direkt am Flughafen Ben Gurion eine solche „Fahrtenkarte“ erwerben.

Die „Rav-Kav“ für Urlauber ist anonym und kann mit Geld vor Ort oder online aufgeladen werden. Alternativ können auch Tages- oder Wochenpässe erworben werden. Mit der Karte bekommen die Touristen dann auch noch einen Rabatt von 20 Prozent auf Sehenswürdigkeiten wie Masada oder die Ausgrabungsstätten in Caesaria.

Jetzt müssen nur noch die Bushaltestellen einheitlich so beschriftet werden, dass auch Menschen, die kein Hebräisch sprechen (und vor allem lesen) eine Ahnung davon bekommen, wo der Bus sie hinfährt.

Ein Rav-Kav-Entwerter in der Jerusalemer Tram (Bild: Roy758/wikimedia commons).

Weitere Informationen:

Rav Kav jetzt auch für Touristen (eng), Globes

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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