„Es ist Zeit, die Notbremse zu ziehen, in Anbetracht der steigenden Infektionsrate“, mit diesen Worten erklärte Israels Premierminister Benjamin Netanyahu im letzten Ministertreffen, dass sowohl der Zugverkehr, als auch die Wiedereröffnung von Theatern, Kinos und Veranstaltungssälen, die eigentlich ab Mitte Juni geplant war, bis auf weiteres vertagt wurde. Nachdem im Mai Schulen, Restaurants und Einkaufszentren im Land wieder geöffnet wurden, stieg die Zahl der Neuinfizierten Corona-Patienten wieder deutlich an. Mittlerweile sind 139 Bildungseinrichtungen aufgrund von Corona-Fällen wieder geschlossen.
Vor allem in Tel Aviv sind die Zahlen zuletzt ungewöhnlich schnell gestiegen: 46 neue Fälle von COVID-19 wurden in den letzten 72 Stunden registriert, ein Anstieg um sieben Prozent. Eine ungewöhnlich hohe Zahl für die Mittelmeermetropole, in der die Zahlen während der Corona-Krise stetig gesunken waren. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sei dafür vor allem ein Ausbruch in Jaffa verantwortlich, wo gleich mehrere Schulen aufgrund von Infektionen geschlossen werden mussten.
Die Disziplin, die vielen neu eingeführten Regeln einzuhalten, hatte in den letzten zwei Wochen im ganzen Land deutlich abgenommen: Überall im Land sieht man kaum noch Menschen, die die Gesichtsmasken korrekt tragen. Die Polizei solle jetzt nach Anweisungen der israelischen Regierung wieder verstärkt Kontrollen durchführen und falls nötig Strafzettel verteilen.

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