Erstmals hat ein israelisches Archäologenteam in Megiddo Artefakte entdeckt, die eine biblische Schlacht zwischen einem König von Juda und einem ägyptischen Pharao belegen könnten.
In zwei kürzlich veröffentlichten Studien berichten Forscher von einer aussergewöhnlichen Menge ägyptischer Keramik aus dem 7. Jahrhundert v. Chr., was auf die Präsenz ägyptischer Soldaten zur fraglichen Zeit hindeutet.
„Megiddo ist der einzige Ort in Israel und den Nachbarländern, der sowohl in der Bibel als auch in allen grossen Aufzeichnungen des Alten Orients erwähnt wird“, so Prof. Israel Finkelstein, Archäologe an der Universität Haifa.
Neben der grossen Menge an ägyptischer Keramik wurden bei der Ausgrabung auch eine beträchtliche Anzahl von Gefässen aus Ostgriechenland entdeckt, die aufgrund typologischer Parallelen mit gut datierten Kontexten in anderen archäologischen Stätten zwischen 630 und 610 v. Chr. nach Megiddo gelangt sein müssen.
„Megiddo wurde von vier Expeditionen ausgegraben, die Anfang des 20. Jahrhunderts begannen“, erklärt Finkelstein. „Die früheren Ausgrabungen hatten keinen Zugang zu modernen Methoden und Techniken, so dass viele der Ergebnisse umstritten sind. Die lange Geschichte der zerstörerischen Ausgrabungen – die oft mit Methoden durchgeführt wurden, die heute als primitiv gelten – macht die neuen Funde noch spannender.

