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Israel schickt Hummus auf den Mond

in Israel Zwischenzeilen/Wirtschaft & Innovation

Kichererbsen, die Hauptzutat des nahöstlichen Hummus-Dips, werden im Mittelpunkt eines Experiments stehen, das auf der Mondoberfläche durchgeführt werden soll. Zu diesem Zweck hat das israelische Unternehmen Aviv Labs eine Vereinbarung mit dem japanischen Unternehmen ispace unterzeichnet, um an dessen Mondmission im Jahr 2025 teilzunehmen.

Der Plan sieht vor, dass Aviv Labs eine miniaturisierte Version des für die Rakia-Mission (einer bereits 2022 durchgeführten Mission) entwickelten tragbaren Gewächshauses an der ispace-Mondmission anbringen wird. Das Gewächshaus wird das Wachstumsmedium, das Saatgut, Überwachungskameras, Beleuchtungseinheiten, ein Kühlsystem zur Verhinderung einer vorzeitigen Keimung des Saatguts, Heizelemente, ein computergestütztes Kontrollsystem und ein Bildverarbeitungssystem enthalten.

All diese Komponenten werden in eine kleine Gewächshauskammer gepresst, die nur ein halbes Kilogramm wiegt und etwa die Grösse eines Milchkartons hat. Dies ist der erste Versuch, Lebensmittel auf dem Mond anzubauen, um zukünftige menschliche Siedlungen dort vorzubereiten. „Wir haben uns für das nahrhafte israelische Superfood Kichererbsen entschieden und hoffen, die Kichererbsenkörner im Jahr 2025 auf dem Mond anbauen zu können“, so Yonatan Weintraub, Gründer und Leiter von Aviv Labs und Mitbegründer der Organisation SpaceIL, die die „Beresheet“-Missionen gestartet hat.

Können wir Hummus bald auf dem Mond essen? (Bild: Pixabay)

Redakteurin Katharina Höftmann Ciobotaru arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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