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Tel Aviv verlegt Kultur nach draussen

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

In Tel Aviv sind Theater, Oper, Kinos und ähnliches weiterhin geschlossen: Doch nun hat sich die Stadt endlich eine Möglichkeit für diese Einrichtungen überlegt, den Betrieb doch irgendwie in Zeiten des Corona-Virus weiterzuführen: Open-Air-Veranstaltungen. Den Anfang macht ein „schwimmendes Kino“ im Hayarkon-Park, dem grössten Park der Stadt. In Kooperation mit der Cinemathek sollen Besucher auf insgesamt 70 Booten in ausreichendem Abstand voneinander Filmvorführungen geniessen können.

Mittlerweile hat sich auch endlich die israelische Regierung dem Thema Kulturveranstaltungen angenommen: Ein Plan für Open-Air-Vorstellungen wurde genehmigt. Diese sind nun unter sehr genauen Bedingungen möglich, dazu gehört u.a., dass bis zu 500 Menschen in kleine Gruppen geteilt und mit dem nötigen Zwei-Meter-Abstand voneinander platziert werden. Zwischen fremden Besuchern muss jeweils ein freier Stuhl stehen, es müssen genügend Toiletten vorhanden sein und diese müssen einmal pro Stunde gereinigt werden. Zwischen Bühne und Publikum müssen mindestens sechs Meter Abstand herrschen und Pausen sind nicht erlaubt. Alle Events müssen natürlich genehmigt und die Einhaltung der Bestimmungen muss überwacht werden.

A week after the great success of Tel Aviv's drive-in theater, we're excited to launch Israel's first "sail-in" floating…

Gepostet von Tel Aviv City am Sonntag, 9. August 2020

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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