Der israelische Archäologe Dr. Yosef Garfinkel glaubt, eine Handvoll kleiner Figuren gefunden zu haben, die das Antlitz Gottes, wie man es sich im zehnten und neunten Jahrhundert vor unserer Zeit vorstellt hat, darstellen. Entdeckt hat sein Team die Artefakte in Ausgrabungsstätten von Khirbet Qeiyafa, etwa 30 Kilometer südwestlich von Jerusalem, wo einst das antiken Königreich von Judah gelegen haben soll. Garfinkel nimmt an, dass es sich um Statuen Yahwehs handelt, weil er ihnen biblische Verse aus dem Buch Habakuk zuordnen kann, weil Nachbarstaaten in der biblischen Ära eigene nationale Götter hatten und weil solche männlichen Tonfiguren aus der Zeit sehr selten sind.

Seine Theorie wurde von anderen Archäologen wie Shua Kisilevitz und Oded Lipschits, die an der Ausgrabungsstätte Tel Motza tätig sind, als „pure Sensationsmache“ kritisiert. Garfinkels Artikel dazu sei nicht grundlos in einem nicht-akademischen Journal veröffentlicht worden und seine Annahmen dienten einzig dazu, beliebte, Geld-bringende Theorien zu bedienen, entbehrten jedoch jeglicher akademischen Grundlage.
Seit jeher gibt es zwischen israelischen Archäologen extreme Unterschiede in der Art, wie sie Funde interpretieren und in die antike Geschichte des jüdischen Staates einordnen.
Israel ist und war schon immer ein Kreuzungspunkt der Kulturen, Ausgrabungen im Land sind immer auch politisch.

Weitere Informationen:
Artikel über Funde von Garfinkel (engl), Biblical Archaeology