MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Israel zeigt Innovationen im Gesundheitsbereich

in Israel Zwischenzeilen/Wirtschaft & Innovation

Mehr als tausend Teilnehmer haben sich in der vergangenen Woche für die Digital Health Now Konferenz in Israel versammelt: 60 Gesundheitsorganisationen und 350 Unternehmen sowie Start-ups aus Israel und der ganzen Welt tauschten sich über die neuesten Innovationen im Bereich Telemedizin, digitale Gesundheit und Wellness im Zusammenhang mit Technologien aus. Zu den Teilnehmern gehörten u.a. Tyto Care, die das Gerät TytoHome entwickelt haben, das medizinische Untersuchungen durch den Patienten bei sich zu Hause ermöglicht und kürzlich vom TIME Magazine zu den „100 besten Erfindungen 2019“ gezählt wurde.

Daneben nahm auch das israelische Start-up „RightHear“ an der Konferenz teil, deren Navigationsapp Blinden und Sehgeschädigten das Leben erleichtern soll: Mehr als 1000 Orte in Israel und den USA hat die App bereits erfasst und mit RightHear-Sensoren versehen, so dass sie Betroffenen mit Hinweisen wie „die Tür ist genau vor Ihnen“ dienen kann. Die App wird bereits in einigen Supermärkten im Land genutzt. Dank RightHear konnte in Tel Aviv eine ganze Strasse, nämlich die Ibn Gvirol, bereits blinden-freundlich gemacht werden. Geschäfte, Strassennummern, die Lage von Fahrrad- und Gehwegen sowie Gebäudeeingänge werden durch die App an Blinde kommuniziert. Das Unternehmen hofft, das Pilotprojekt auf der Ibn Gvirol Strasse zukünftig in ganz Israel und dann weltweit erweitern zu können.

Der Rabin-Platz an der Ibn Gvirol Strasse in Tel Aviv ist durch die App RightHear blinden-freundlicher geworden (Bild: KHC).

Konferenz für digitale Gesundheit (eng), NoCamels

App macht Tel Aviver Strasse blinden-freundlich (eng), HaModia

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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