Israel investiert in verschiedene Grossprojekte, um das Pendeln zwischen Tel Aviv und Jerusalem zu vereinfachen. Eine neue Bahnstrecke wird bis 2017 die Reisezeit von heute 90 auf knapp 30 Minuten verkürzen. Das Transportministerium und die Bahn haben vergangene Woche in einem Zwischenbericht Details zum spektakulären Bahnhofsprojekt in Jerusalem vorgestellt: Die „Ha’Uma Station“ – der Endbahnhof der neuen elektrischen Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Tel Aviv – wird 80 Meter unter dem Boden angelegt. 35 Personenaufzüge bedienen die vier unterirdischen Perrons. Die Räume können ausserdem als Schutzraum für bis zu 2’000 Menschen dienen. Die unterirdischen Bauarbeiten sind bereits weit fortgeschritten. Die Gesamtkosten des Bahnprojekts mit zahlreichen langen Brücken und Tunnels werden heute auf 7 Milliarden Schekel geschätzt (ca 1.8 Milliarden Franken).
Seit diesem Frühjahr wird auch der Highway 1 zwischen Tel Aviv und Jerusalem in einem Mammutprojekt erweitert. Für 2.5 Milliarden Schekel (ca 650 Mio CHF) wird die Autobahn durchgängig auf sechs Spuren ausgebaut, Brücken werden durch landschaftlich und verkehrstechnisch günstigere Tunnels ersetzt, gefährliche kurvige Abschnitte werden begradigt, Strecken mit hohem Gefälle werden neu geführt, der Verkehrsfluss und die Sicherheit wird optimiert.

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