MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Trotz vorsichtigem Optimismus: Tourismus wird Jahre brauchen, um sich zu erholen

in Israel Zwischenzeilen/Tourismus & Natur

Mehrere internationale Fluggesellschaften, darunter viele der sogenannten Billig-Airlines, planen nach dem jüngsten Waffenstillstand im Gaza-Streifen ihre Flüge zum Ben-Gurion-Flughafen in Israel wieder aufzunehmen. Dies weckt vorsichtigen Optimismus in der israelischen Tourismusbranche.

Neben der Rückkehr internationaler Airlines könnte die israelische Tourismusbranche bald eine neue heimische Fluggesellschaft begrüssen. „Kavei Chufsha“, eines der grössten Tourismusunternehmen Israels, plant die Gründung einer Airline für Kurzstreckenflüge. Das Unternehmen, das bereits die griechische Blue Bird und die zypriotische TUS besitzt, will Ziele im Umkreis von vier bis fünf Stunden bedienen. Die Initiative steckt noch in den Anfängen und könnte in etwa 18 Monaten starten.

Terry Kessel, Geschäftsführer von Diesenhaus, einem grossen israelischen Reiseunternehmen, das auf Geschäftsreisen spezialisiert ist, sagte, dass der Waffenstillstand „eine leichte Hoffnung am Horizont“ mit sich gebracht habe. Sollte der Waffenstillstand halten, könnte sich die Branche bis Mitte 2025 erholen. Doch die internationale Wahrnehmung Israels erschwert eine schnelle Rückkehr zur Normalität. „Selbst bei Stabilisierung der Lage wird es Jahre dauern“, so ein Experte. „Eine deutliche Erholung könnte erst in 1,5 bis 2 Jahren einsetzen.“

Viel ist am Ben-Gurion-Flughafen nicht los im Moment, das wird sich hoffentlich bald wieder ändern (Bild: KHC).

Redakteurin Katharina Höftmann Ciobotaru arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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