Als Israel Albert Einstein 1952 fragte, ob er Präsident des Landes werden will, hatte der Forscher eine berührende und gleichermassen unterhaltsame Antwort: „Ich bin zutiefst bewegt von dem Angebot unseres Staates Israel [das Amt des Präsidenten zu übernehmen], und gleichzeitig traurig und beschämt, dass ich es nicht annehmen kann. Mein ganzes Leben lang habe ich mich mit objektiven Dingen befasst, daher fehlen mir sowohl die natürliche Begabung als auch die Erfahrung, um mit Menschen richtig umzugehen und offizielle Funktionen auszuüben.“
Aber nun kommt Einstein doch noch in ganzer Blüte nach Jerusalem: Die israelische Regierung hat nämlich beschlossen, Millionen von Dollar für ein Museum bereitzustellen, das die weltweit grösste Sammlung von Albert-Einstein-Dokumenten beherbergen soll. Das teilte die Hebräische Universität Anfang der Woche mit. Das Museum soll auf dem Givat-Ram-Campus der Universität in Jerusalem errichtet werden, wobei die Regierung etwa 6 Millionen Dollar bereitstellt und die Universität weitere 12 Millionen Dollar aufbringt. „Mit modernster Technik, wissenschaftlichen Demonstrationen und Originaldokumenten wird das Museum Einsteins Beiträge zur Wissenschaft, die Konsequenzen seiner Entdeckungen für unser heutiges Leben, sein öffentliches Wirken und seine Beteiligung an wichtigen historischen Momenten präsentieren“, heisst es in einer Erklärung der Universität.
Einstein kam am 14. März 1879 in Ulm zur Welt, wuchs in München auf und zog 1895 in die Schweiz, wo er an der ETH Zürich studierte und 1901 eingebürgert wurde. Albert Einstein ist der wohl berühmteste Mitarbeiter des IGE (Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum). Der Physiker ist einer der Gründerväter der Hebräischen Universität gewesen. Er hat sich Zeit seines Lebens für den Zionismus engagiert und eingesetzt.

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