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Bahrain folgt den Vereinigten Arabischen Emiraten

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Nun also auch Bahrain: Das kleine Königreich nimmt nun ebenfalls offiziell diplomatische Beziehungen mit Israel auf. Es folgt damit dem Beispiel der Vereinigten Arabischen Emirate, die vor einem Monat den Friedensschluss mit dem jüdischen Staat bekannt gaben. Die Nachricht kommt nicht ganz überraschend, hatte der Inselstaat Bahrain doch schon Anfang des Monats seinen Luftraum für Israel geöffnet und damit eine Normalisierung der Beziehungen vorangetrieben. „Das Abkommen schickt eine positive und mutstiftende Nachricht an das israelische Volk, das wir einen gerechten und umfassenden Frieden mit den Palästinensern für den besten Weg halten und als echtes Interesse für ihre Zukunft und die Zukunft der Völker in der Region sehen“, erklärte der Königsberater Khalid al-Khalifa in einer Presseerklärung.

Lob für das Abkommen kam auch aus anderen arabischen Ländern wie Ägypten. Spekulationen darüber, dass eventuell sogar Saudi Arabien einen Friedensvertrag mit Israel schließen will, wurden von dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump angefeuert. Experten vermuten derweil, dass zumindest der Oman und der Sudan nicht abgeneigt sind, ebenfalls diplomatische Beziehungen mit Israel aufzunehmen.

US-Präsident Donald J. Trump, der Außenminister von Bahrain, Dr. Abdullatif bin Rashid Al-Zayani, der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu and der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Abdullah bin Zayed Al Nahyan (ganz rechts), mit den unterzeichneten Papieren zum Friedensvertrag (Bild: Presse Weißes Haus, Joyce N. Boghosian)

Weitere Informationen:

Bahrain und Israel schließen Friedensvertrag (eng), Wikipedia

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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