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Verkehrsministerin will Fährenverkehr in Israel einführen

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Der Verkehr in Israel ist berühmt berüchtigt – nicht nur aufgrund des wilden Fahrstils vieler Israelis, sondern auch, weil gerade das Zentrum und viele Städte des Landes von massiven Staus geplagt wird. Die israelische Verkehrsministerin Miri Regev hat kürzlich ihr Ministerium beauftragt, originelle Lösungen für letztgenanntes Problem zu finden: Das Ergebnis ist, dass nun eine Reihe von Fährendiensten im Land eingeführt werden soll, die die Menschen über das Mittelmeer zu ihrem Zielort bringen.

Die Shuttle-Fähren könnten zwischen Küstenstädten wie Netanya, Hadera, Ashdod und Tel Aviv verkehren – eine Fahrt von Ashdod nach Tel Aviv würde dann nur noch 26 Minuten verglichen mit aktuell 41 Minuten mit dem Auto oder 51 Minuten mit dem Zug dauern. Die Fahrt von Netanya nach Tel Aviv mit Fähre wäre in 20 Minuten machbar, während man aktuell zur Rush Hour (und die ist in Israel fast immer) bis zu 49 Minuten braucht.

Regev sagte laut Informationen der Times of Israel, dass dieser Fährendienst von der Regierung subventioniert sein sollte, wie der Nahverkehr. Der Bericht machte allerdings keine Angaben, in welchen zeitlichen oder finanziellen Rahmen dieses Projekt denkbar wäre.

Ein eher ruhiger Abend an Tel Avivs Stadtautobahn (Bild: KHC).

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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