MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Umweltministerium erweitert Artenschutz

in Israel Zwischenzeilen/Tourismus & Natur

Zum ersten Mal seit zehn Jahren hat das israelische Umweltministerium hunderte neue Tier- und Pflanzenarten auf die Liste der geschützten Arten hinzugefügt. Dazu gehören u.a. der Nilflughund, eine der wenigen fruchtessenden Fledermausarten, die ein Echoortungssystem nutzen. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Bestäubung und Samenverbreitung, aber werden von vielen Bauern als Plage eingestuft. Erstmalig wurden auch Süsswasserfische auf die Liste der geschützten Arten aufgenommen, insgesamt 13 verschiedene Fischarten können jetzt nur noch mit einer speziellen Genehmigung gefangen und gehandelt werden.

Die Liste, auf der sich auch einige invasive Vogelarten befinden, wurde von Israels Park- und Umweltbehörde gemeinsam mit dem Umwelt- und dem Landwirtschaftsministerium zusammengestellt. Sie soll im kommenden Jahr der Konvention über die Artenvielfalt der Vereinten Nationen in China vorgestellt werden.

Die grössten Bedrohungen für Tier- und Pflanzenarten entstehen in Israel durch den Verlust von Lebensraum, weniger Freiflächen, invasiven Arten, Überfischung bzw. -ernte durch Menschen sowie den Klimawandel.

Vögel am Himmel in Israel (Bild: Nahum Ciobotaru).

Weitere Informationen:

Artenschutz wird ausgeweitet (eng), Times of Israel

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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