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Eilat verbannt Plastik von seinen Stränden

in Israel Zwischenzeilen/Tourismus & Natur

Eines von Israels wichtigsten Tourismuszentren, Eilat am Roten Meer, hat nun beschlossen, Plastikbecher und -Tüten von seinen Stränden zu verbannen. Damit wolle man das Rote Meer „vor der Bedrohung“ durch Plastik schützen, erklärte eine Pressesprecherin der Stadt kürzlich. Eilat ist die erste Stadt Israels, die offiziell ein solches Verbot ausspricht. Strandbesuchern soll generell das Mitbringen von Wegwerf-Geschirr verboten werden, egal ob aus Plastik, Aluminium, Pappe oder Papier.

So soll die einzigartige Natur, das Meer und seine Bewohner vor Verschmutzungen geschützt werden, die man an Israels Stränden leider nur allzuoft sieht. Bisher gibt es keine landesweite Regelung dazu, aber andere Küstenstädte wie Herzliya bereiten ähnliche Gesetze vor.

In Israel ist Wegwerf-Geschirr äusserst beliebt, Israelis nutzen, laut einem Hersteller von eben diesen, mehr als 250 Millionen Plastikbecher pro Monat. Die Mengen an Mikroplastik-Müll an der israelischen Küste sind neun Mal höher als in anderen mediterranen Ländern.

Plastikabfälle am Strand in Nord-Tel Aviv (Bild: KHC).

Weitere Informationen:

Eilat verbannt Plastik von Stränden (eng), Times of Israel

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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