MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Gläserne Decke für sozialen Aufstieg

in Israel Zwischenzeilen/Wirtschaft & Innovation

Israelis, die in Einkommensschwache oder bildungsferne Familien hineingeboren werden, haben schlechtere Chancen auf einen sozialen Aufstieg, dies zeigt eine aktuelle Studie des zentralen Büros für Statistik. Demnach haben 70 Prozent der 30-Jährigen mit einem akademischen Abschluss mindestens ein Elternteil, das ebenfalls studiert hat. Nur 15 Prozent konnten ein Studium abschliessen, ohne dass die eigenen Eltern studiert haben.

Die Ausbildung der Eltern wirkt sich auch auf das Einkommen ihrer Kinder aus. Das Statistikbüro hat drei Einkommensklassen festgelegt: weniger als 567 USD pro Monat, zwischen 567 und 1.134 USD und mehr als 1.134 USD – die über 20-Jährigen mit Eltern, die kein Abitur haben, verteilten sich gleichmässig auf die drei Einkommenskategorien. Bei den über 20-Jährigen mit Akademiker-Eltern, verdienen 90 Prozent mehr als 567 USD.

Die renommierte Hebräische Universität in Jerusalem – nicht für alle Israelis ist ein Studium hier möglich (Bild: By User: Grauesel at wikivoyage shared, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23124023)

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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