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Israelische Studie: Warum Wetterberichte nicht stimmen

in Israel Zwischenzeilen

Es ist überall dasselbe Problem, der Wetterbericht sagt Regen an und dann läuft man den ganzen Tag mit Regenjacke und Schirm in der Tasche durch den schönsten Sonnenschein – eine Studie der Tel Aviver Universität beschäftigt sich nun mit den Gründen, warum Wetterberichte trotz neuster Technologie oft so daneben liegen.

Die Studie des Geologen Prof. Pinhas Alpert bezieht sich auf Daten, die zwischen 1979 und 1993 gesammelt wurden und bezieht zehntausende Wettervorhersagen aus Europa, Nordafrika, dem Mittelmeerraum und Asien ein. Dem Team um den Geologen gelang es erstmalig, Gründe für falsche Vorhersagen zu quantifizieren: Die veränderte Nutzung von Land, Topografie,feinste Teilchen in der Luft und Bevölkerungsdichte gehören u.a. dazu.

„Als beispielsweise der nördliche Negev 1964 auf einmal von einer nationalen Wasserleitung durchquert wurde, veränderte das die Beschaffenheit des Geländes komplett. Nach kurzer Zeit blühte die Wüste und das wiederum beeinflusste die Wolkenbildung, Niederschläge und Temperaturschwankungen. Vorhersagemodelle haben Schwierigkeiten, sich an solche Veränderungen anzupassen.“, erklärt Alpert die Ergebnisse der Studie, die nun anderen Forschern bei besseren Vorhersagen helfen soll.

Wolken gibt’s nur auf dem Handy – der Himmel dahinter: strahlend blau (Foto: Katharina Höftmann)
Wolken gibt’s nur auf dem Handy – der Himmel dahinter: strahlend blau (Foto: Katharina Höftmann)

Weitere Informationen:

Studie zu Fehlern bei Wettervorhersagen (englisch), Israel21c, 09.02.15

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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