In den letzten Jahren sei Israel, laut Moshe Asher, Direktor der Steuerbehörde, immer mehr zur Steueroase für jüdische Neueinwanderer geworden. Das soll sich nun ändern. Die Zusammenarbeit mit Steuerbehörden in anderen Ländern soll verstärkt werden, daneben soll es allgemein Änderungen in den Steuergesetzen und der Durchsetzung dieser für Einwanderer geben.
Seit 2003 gewährte die Regierung jüdischen Einwanderern und so genannten Zurückkehrenden eine fünf Jahre andauernde Steuerfreiheit für ausländische Vermögenswerte, 2008 wurde diese Steuerfreiheit sogar auf zehn Jahre erhöht. Die Regelung sollte vor allem Anreiz für die Einwanderung nach Israel geben. In Wahrheit half sie den Einwanderern dabei, ihr Vermögen weder in Israel noch in ihrem Ursprungsland zu melden. Indirekt trug die Regelung, so Moshe Asher, auch dazu bei, dass die Immobilienpreise in Israel stark anstiegen, da viele derjenigen, die offiziell nach Israel einwanderten teure Immobilien im Land kauften. Daneben konnten mittlerweile einige Fälle von Geldwäsche aufgedeckt werden.
Das Justizministerium will nun eng mit ausländischen Banken und Steuerbehörden zusammenarbeiten, um einerseits Informationen über israelische Bürger preiszugeben und andererseits Informationen über Vermögenswerte ausländischer Bewohner in Israel zu erhalten.

Weitere Informationen:
- Keine Steuerhinterziehung bei Neueinwanderern (englisch), BloombergBusinessweek, 23.12.13