MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Neue TV-Serie bietet Einblicke in Welt der Orthodoxen

in Israel Zwischenzeilen

Es ist ein Leben, in das selbst die meisten Israelis keinen Einblick haben: Die jüdisch- ultraorthodoxen Gemeinden in Jerusalems Mea Shearim oder Bnei Brak leben weitgehend abgeschottet. Eine neue TV-Serie des israelischen Senders „yes“ bietet genau diesen Einblick, für den sich so viele Zuschauer interessieren. Unter der Regie von Alon Zingman und mit einer prominenten Besetzung, Hollywood-Star Ayelet Zurer spielt eine der Hauptrollen, ist die Serie „Shtisel“ um die gleichnamige, religiöse Familie schnell zu einem nationalen Erfolg geworden.

Die Dreharbeiten in Mea Shearim waren nicht immer einfach: Direkt am erste Drehtag wurde die Crew aus dem Viertel gejagt, weil sich Ultraorthodoxe daran störten, dass weibliche Maskenbildner die männlichen Schauspieler schminkten. Zingman entschloss sich, nur noch mit einer männlichen Crew, bekleidet wie orthodoxe Juden, und zum Teil versteckten Kameras zu arbeiten.

Aber nicht nur die Art der Dreharbeiten waren neu für Zingman: „Jeder Aspekt der Produktion war eine Herausforderung. Ich hatte keine Ahnung von der orthodoxen Welt. Unsere Recherche war die intensivste, die je für eine israelische Fernsehserie durchgeführt wurde.“

Um das Leben der ultraorthodoxen Familie Shtisel geht es in einer neuen israelischen Fernsehserie. (Bild: Ronen Ackerman, ynet)
Um das Leben der ultraorthodoxen Familie Shtisel geht es in einer neuen israelischen Fernsehserie. (Bild: Ronen Ackerman, ynet)

Weitere Informationen:

  • Artikel über die Serie (englisch), Ynet, 19.10.13

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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