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Israelische Steuerbehörde kämpft gegen Schwarzgeldkonten im Ausland

in Israel Zwischenzeilen

Mit einer Kampagne zur freiwilligen Meldung, hat die israelische Steuerbehörde kürzlich Schwarzgelder in Höhe von 12 Millionen NIS aufdecken können, die im Ausland angelegt worden waren. Dies sei jedoch, laut Chef der Steuerbehörde Moshe Asher, nur „die Spitze des Eisberges.“ In einer Pressekonferenz forderte er alle Israelis auf, Gelder, die unangemeldet ins Ausland gebracht wurden, nun zu melden.

Asher machte ausserdem deutlich, dass die Steuerbehörde seine Informationsquellen deutlich ausweiten wird: „Die Behörde bemüht sich darum, auch von Ländern, die keine Steuervereinbarung mit Israel haben, automatisch Informationen zu erhalten. Wir werden Kapital und Anlagen von Israelis im Ausland lokalisieren.“ Dafür stellt die Behörde eigens ein Team von Analysten zusammen, die Schwarzgelder im Ausland finden sollen.

Mit diesen Schritten reagiert die Behörde auf jüngste Berichte investigativer Journalisten des „Center for Public Integrity“: Diese hatten berichtet, dass eine hohe Anzahl von Israelis über Schwarzgeldkonten in Steueroasen wie den „Virgin Islands“ verfügt. Insgesamt sollen laut des Berichts mehr als 130 israelische Firmen Steuern hinterzogen haben.

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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