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Gasfunde in Israel: Mehr für den inländischen Gebrauch

in Israel Zwischenzeilen

Das israelische Energieministerium hat beschlossen, mehr Gas als bisher geplant, für den Gebrauch im eigenen Land zu nutzen. Mehr als die Hälfte der natürlichen Gasreserven sollen demnach im Land verbleiben. Bisher war geplant, mindestens die Hälfte der Reserven zu exportieren.

Nach den Entdeckungen der Gasfelder vor der israelischen Küste, hatte es im Land viele Diskussionen gegeben, wieviel Gas exportiert werden sollte. Ausländische Firmen hatten angekündigt, nicht in die Gewinnung von Gas zu investieren, wenn es keinen signifikanten Exportanteil gäbe, da der israelische Markt zu klein sei. Verschiedene israelische Organisationen und Umweltgruppen hingegen forderten, dass der Grossteil der Funde in Israel verbleiben soll.

Wieviel Prozent genau im Land verbleiben sollen, gab Energieminister Silvan Shalom jedoch nicht bekannt: „Alle regierenden Parteien sind sich nun einig, wie viele Gasmengen in Israel verbleiben sollen. Es muss sich um einen Anteil handeln, der einerseits unsere Unabhängigkeit sichert und es andererseits grossen Firmen ermöglicht, hierher zu kommen und Bohrungen durchzuführen und somit weitere Gasfelder zu entdecken und die Reserven zu vergrössern.“

Bohrungen im Mittelmeer vor Israel (Bild: www.oilinisrael.net).
Bohrungen im Mittelmeer vor Israel (Bild: www.oilinisrael.net).

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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