Es ist kein Geheimnis, dass Supermärkte fast täglich Unmengen an Lebensmitteln entsorgen müssen, weil bei diesen das Verfallsdatum abgelaufen ist. Ein israelisches Start-up hat jetzt eine KI (Künstliche Intelligenz)-Software entwickelt, die dem Abhilfe schaffen soll. „Die Grundidee hinter ‚Wasteless‘ ist so einfach, dass sie sogar ein Fünfjähriger erklären kann“, erklärt der CEO des Start-ups Oded Omer dem Onlinemedium NoCamels, „Es macht keinen Sinn, dass wir für eine Packung Rinderhackfleisch, die in zwei Tagen abläuft, den gleichen Preis bezahlen. Wir wenden eine dynamische Preisgestaltung an, die sich am Verfallsdatum orientiert.“
Die Supermärkte können diese Technologie nutzen, um den Preis von Lebensmitteln, die sich dem Verfallsdatum nähern, automatisch zu senken – und zu verhindern, dass sie weggeworfen werden. Fleisch, Geflügel, Molkereiprodukte, Fertiggerichte, Salate und andere verderbliche Waren können bis zu viermal am Tag mit einem Preisnachlass versehen werden, um die Kunden zum Kauf zu bewegen. Das System der „dynamischen Preisgestaltung“ passt die elektronischen Regaletiketten an die individuellen Gegebenheiten der einzelnen Geschäfte an, z. B. an das Kaufverhalten der Verbraucher, das Verfallsdatum des Produkts und den Lagerbestand.
Wenn ein Produkt beispielsweise zwei Tage lang um 10 Prozent reduziert ist und sich nicht verkauft, wird die KI die Preise weiter senken, bis das Produkt gekauft wird, und sie lernt ständig aus den Entscheidungen der Kunden. Elektronische Regaletiketten (ESL) sind in europäischen Supermärkten weit verbreitet und erfreuen sich auch in den USA zunehmender Beliebtheit, wo 72 Prozent der Einzelhändler planen, sie einzuführen.
