Laut einem Bericht des Mediums Calcalist haben institutionelle Anleger seit dem Ausbruch des Krieges mit der Terrorgruppe Hamas am 7. Oktober gut 40 Milliarden US-Dollar aus Israel ins Ausland transferiert.
Der anhaltende Krieg sowie ein hohes Defizit und ein sich verlangsamendes Wirtschaftswachstum haben dazu geführt, dass grosse Versicherungsgesellschaften und Investmentfonds, die für die Verwaltung der langfristigen Ersparnisse vieler Israelis, einschliesslich der Renten- und Pensionsfonds, zuständig sind, ihr Kapital ins Ausland verlagert haben.
Führende Wirtschaftswissenschaftler haben in den letzten Monaten immer wieder davor gewarnt, dass die Regierung nicht genug tut, um das Risiko einer drohenden Krise zu mindern, die Israels vom Krieg gezeichnete Wirtschaft in eine Rezession stürzen und die nationale Sicherheit gefährden könnte. Die Experten haben die politischen Entscheidungsträger zu Ausgabenkürzungen, Steuererhöhungen und Reformen gedrängt, um den Weg für eine Erholung zu ebnen und das Wirtschaftswachstum nach Beendigung der Kämpfe anzukurbeln. Analysten zufolge könnte sich das schwindende Vertrauen in die Fähigkeit der Regierung, die wachsende Verschuldung in den Griff zu bekommen, negativ auf die Investitionen auswirken, die Zinssätze länger hoch halten und die Kreditkosten in der Wirtschaft verteuern.
