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„Eine Rede voller Lügen“: Forum der Geiselfamilien kritisiert Pressekonferenz des israelischen Premierministers

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Der israelische Premierminister habe bewiesen, „dass er nicht die Absicht hat, die Geiseln zurückzubringen“, beklagt das Forum der Geisel-Familien nach der Pressekonferenz des Premierministers in dieser Woche. In der Pressekonferenz behauptete der Premier, dass Israel die Kontrolle über den so genannten Philadelphi-Korridor behalten müsse, um den Schmuggel von Waffen in den Gazastreifen oder von Menschen aus dem Streifen zu verhindern.


Fast eine halbe Million gingen am Sonntag auf die Strasse und für einen Geiseldeal und gegen die israelische Regierung zu protestieren (Bild: Amit Terry).

Das Forum verurteilt die „Rede voller Lügen und Verdrehungen“ und forderte die Unterstützung der Bevölkerung bei einem intensivierten Kampf um einen Geiseldeal. Benny Gantz und Gadi Eisenkot, zwei ehemalige Armeechefs, die jetzt der Opposition in der Knesset angehören, widersprachen der Behauptung, Israel könne einem Geiselabkommen nicht zustimmen, wenn dies den Abzug der Truppen von der Grenze zwischen Gaza und Ägypten bedeute. Auch Verteidigungsminister Yoav Galant widersprach vehement dieser Behauptung.


Redakteurin Katharina Höftmann Ciobotaru arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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