Ganze fünfzehn Jahre lang hat die israelische Natur- und Parkbehörde, die den Naturpark und das Naturreservat Berg Arbel verwaltet, an einem umfassenden Erhaltungsprojekt für die antike Festung an dem Berg im Norden Israels gearbeitet. Nun soll das Projekt, das aus sechs Teilen bestand (allein in den letzten fünf Jahren wurden zwei grosse Erhaltungsprojekte von spektakulärer Komplexität zur Stärkung und Unterstützung der Festung durchgeführt), endlich abgeschlossen sein und die Sehenswürdigkeit wieder für Besucher geöffnet werden.

Im Juli und August werden jetzt einmalige Führungen bei Sonnenaufgang angeboten, bei denen man einen Blick hinter die Kulissen der Restaurierungsarbeiten in der Zitadelle werfen kann. Wanderer können dann sowohl die spektakuläre Schönheit der Natur im Reservat als auch die beeindruckende archäologische Geschichte des Ortes erleben.
Auf dem Plateau befinden sich nicht nur die archäologischen Überreste eines jüdischen Dorfes aus der hellenistischen Periode im 2. und 3. Jahrhundert v. Chr., das bis in die römische Zeit genutzt wurde, sondern auch eine Reihe von versteckten Höhlenwohnungen, die möglicherweise eine Erweiterung des Dorfes waren und die von jüdischen Rebellen bewohnt wurden, die den letzten hasmonäischen König von Judäa, Antigonus II, unterstützten, als sie 40 v. Chr. gegen die römischen Legionen von König Herodes kämpften und verloren. Unter all dem wurden darüber hinaus Feuersteinwerkzeuge und andere archäologische Beweise für eine prähistorische Besiedlung gefunden; darüber gibt es auch Hinweise auf eine Kreuzritterfestung. Was heute vor allem zu sehen ist, sind die Reste eines architektonischen Meisterwerks in Form einer militärischen Festung aus dem Jahr 1621, die von einem lokalen drusischen Herrscher namens Fakhr Al-Din II in einer Zeit der Instabilität während der Herrschaft des Osmanischen Reiches erbaut wurde.
