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Bevölkerung im Golan soll sich verdoppeln

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Im Jahr 2021 sind 30 Prozent mehr neue jüdische Einwanderer nach Israel gekommen als im Jahr zuvor. Nach Angaben der Ministerin für Aliyah und Integration Pnina Tamano-Shata, sind 2021 rund 27.000 jüdische Einwanderer angekommen. Etwa 4.000 davon kamen aus den USA, die höchste Zahl seit 1973, 3.500 kamen aus Frankreich. Die grösste Einwanderungsgruppe kam, wie in vielen Jahren zuvor, aus Russland mit rund 7.500 Neueinwanderern. Allerdings liegen die Zahlen immer noch unter den Rekordzahlen, die vor der Corona-Pandemie erreicht wurden.

In Anbetracht der vielen neuen Einwohner und der Tatsache, dass Israel jetzt schon, vor allem im Zentrum, äusserst dicht besiedelt ist, kommt die Nachricht von einem neuen Bebauungsplan der Golanhöhen zum rechten Zeitpunkt. Der 1 Milliarde-Schekel-Plan (ca. 280 Millionen Euro, 291 Millionen CHF) soll die Zahl der Einwohner in der Gegend bis 2025 signifikant erhöhen. Insgesamt sollen bis dahin 100.000 Menschen in der Gegend um den Golan leben, aktuell leben dort etwa 53.000.

Der Plan der Regierung sieht vor, dass die Infrastruktur erneuert und neue Nachbarschaften und Viertel gebaut werden, auch sollen etwa 2.000 neue Jobs kreiert werden, indem die Gegend in die „Hauptstadt für Israels erneuerbare Energien“ verwandelt wird, u.a. durch neue Solarfelder, die über Getreidefeldern installiert werden sollen.

Die südlichen Golanhöhen in Israel (Bild: Daniel Case, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7018865).

Weitere Informationen:

Aliya steigt an (eng), Ynet

Israel will Golanhöhen ausbauen (eng), Times of Israel

Redakteurin Katharina Höftmann Ciobotaru arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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