Nachdem in der vergangenen Woche der 88-Jährige Holocaust-Überlebende Arye Even verstorben ist, hat Israel nun mit einer 67-Jährigen Frau aus Bat Jam, die an schweren Vorerkrankungen litt und einem 87-Jährigen Mann aus Jerusalem weitere Opfer im Zusammenhang mit COVID-19 zu betrauern. Die Zahl der Menschen, die sich im Land mit dem Virus infiziert haben, steigt weiter rasant und steht mittlerweile bei 1.930 (Stand 25.3.20 morgens).
Derweil gehen die Diskussionen, wie streng die Ausgangssperre zukünftig sein soll, zwischen Gesundheitsministerium und Finanzministerium weiter. Voraussichtlich soll eine neue Regelung eingeführt werden, bei der Menschen sich nicht mehr als 100 Metern von ihrer Wohnung entfernen dürfen. Die Kontrollen sollen mithilfe der Handyüberwachung verschärft werden. Der Vizedirektor des Gesundheitsministeriums Itamar Grotto sprach sich sogar dafür aus, Lebensmittelgeschäfte zu schliessen – es ist aber sehr unwahrscheinlich dass das passieren wird, da der Staat „dann die Leute mit fertiggekochten Gerichten versorgen müsste.“
Auch die Streitigkeiten zwischen dem Finanzministerium und dem Lehrerverband gehen weiter: Nachdem alle Schulen wegen des Corona-Virus geschlossen hatten, wurde ein Online-Lernprogramm für die Schüler eingeführt. Doch die Lehrer wollten auch während dieser Zeit voll bezahlt werden – das Finanzministerium sah das anders und so wurde das Programm am 18. März eingestellt. Nun haben die beiden Parteien die Diskussion wieder aufgenommen, da sich immer mehr Eltern darüber beschweren, dass ihre Kinder nun gar keine festen Tagespunkte mehr haben.

Weitere Informationen:
Lehrer und Finanzministerium verhandeln über Online-Lernprogramm (eng), Times of Israel