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Corona-Impfung ja, aber bloss nicht zu schnell

in Israel Zwischenzeilen/Medizin & Wissenschaft

Die ganze Welt wartet fieberhaft auf eine Impfung gegen COVID-19. Eine solche Entwicklung dauere jedoch noch etwa 18 Monate und Versuche, diesen Prozess zu beschleunigen, könnten sich als „sehr riskant“ erweisen. So der Experte Prof. Manfred Green, der für das israelische Gesundheitsministerium Impfungen testet. „Wenn in den nächsten Monaten bereits eine Impfung entwickelt wird, müssen wir mit einer schlechten Reaktion auf die Impfung bei einem von 1000 oder einem von 10.000 Patienten rechnen. Das kann extrem problematisch sein, wenn man die Impfung Millionen von Menschen gibt.“

In Israel hatte das Wissenschaftsministerium vor einigen Wochen Schlagzeilen gemacht, als es behauptete, dass eine durch staatliche Mittel finanzierte Impfung gegen Corona nur noch drei Monate entfernt sei – auch in Deutschland arbeitet ein Pharmaunternehmen händeringend an einer Impfung.

Green glaubt, dass das Testen einer Impfung gegen COVID-19 sogar länger dauern könnte, als bei anderen Impfungen. Das läge daran, dass neue Impfungen normalerweise Technologien nutzten, die es bereits lange gäbe – der Coronavirus jedoch unterscheide sich von den bekannten Viren und eine Impfung müsse daher auf neuen Technologien basieren.

Die ganze Welt wartet auf eine Corona-Schutzimpfung – ein israelischer Wissenschaftler warnt vor Schnellschüssen (Bild: Pixabay).

Weitere Informationen:

Impfung ja, aber nicht zu schnell (eng), Times of Israel

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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