Wolken spielen eine Schlüsselrolle im Energiehaushalt der Erde sowie im Wasserkreislauf, aber sie zu bewerten ist schwierig – das wiederum kann zu Fehlern bei der Klimaeinschätzung führen. Israelische und deutsche Forscher arbeiten nun an einer Lösung für dieses Problem, ihr Vorbild dabei ist der menschliche Körper.
„Wir nutzen die Gesundheit der Menschen als Richtlinie für die Gesundheit unseres Planeten“, erklärt Prof. Yoav Schechner, Experte für Maschinelles Sehen und Computertomographie vom Technion in Haifa. Die Idee der Forscher ist es, eine Art CT-Scan an den Wolken durchzuführen. Ähnlich wie beim Menschen sollen Wolken über CT-Bilder, die mit Hilfe von zehn Minisatelliten im 3-D-Format erstellt werden, äusserlich und von innen genau untersucht werden. Vor allem kleine Wolken sollen so besser beobachtet und analysiert werden.
Funktionsweise des Wolken-CTs
Gemeinsam mit dem Weizmann Institut und dem Würzburger Zentrum für Telematik sollen die Minisatelliten entwickelt, getestet und schliesslich eingesetzt werden. Die Forscher erhielten kürzlich 14 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat für das Projekt.

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