MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Mehr Hilfen für behinderte Menschen

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Als der Star-Musiker Itzhak Perlman 2016 den Genesis Preis gewann, entschied er sein Preisgeld in Höhe von 1 Million US-Dollar für Projekte zu spenden, die an der Integration von Behinderten in die israelische Gesellschaft arbeiten.

Eines dieser Projekte wird die neu gebaute Stadt Daniel im Süden des Landes sein. Dort entwickelt die Organisation ALEH gemeinsam mit den Behörden eine Gemeinde, in der Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit anderen unter den bestmöglichen Bedingungen leben können. Angeschlossen an eine Reha-Einrichtung soll die Stadt Bewohner mit schweren und komplizierten Behinderungen nicht nur ein Zuhause geben, sondern sie in eine Gemeinschaft eingliedern. Der erschwingliche Wohnraum soll nicht nur für die Behinderten und das medizinische Personal und deren Familien, sondern auch generell für junge Familien oder Berufssoldaten, die in der Gegend dienen, attraktiv sein.

Zumindest indirekte Hilfe erhielten behinderte Menschen jetzt auch vom Finanzministerium – dieses gab kürzlich bekannt, 6 Millionen Schekel (ca. 1,4 Millionen Euro, 1,6 Millionen CHF) in die Arbeit von 13 Unternehmen zu investieren, die an Forschungsprojekten arbeiten, um Behinderten das Leben durch Technologien zu erleichtern. Dazu gehört beispielsweise das Unternehmen Sesame Enable, das eine Smartphone-App entwickelt hat, die auch ohne die Benutzung von Händen bedient werden kann. Über die Kamera werden Bewegungen mit dem Kopf erfasst, die wiederum verschiedene Apps wie soziale Medien, Messengerdienste oder Webbrowser bedienen.

Auch mit Behinderung ein Leben inmitten der Gesellschaft führen – dafür kämpfen viele israelische Organisationen und Unternehmen (Bild: Pixabay).

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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