Unabhängig voneinander haben das Finanzministerium um Moshe Kahlon und das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu ähnliche Wirtschaftspläne entwickelt. Grund für die Neuerungen ist ein überraschend grosses Plus an Steuereinnahmen in diesem Jahr, allein vier Milliarden Schekel (ca. 960 Millionen Euro, 1,1 Milliarden CHF) konnten aus dem Verkauf des israelischen Fahrassistenzsystems Mobileye an Intel generiert werden.
Der neue Wirtschaftsplan soll Geringverdiener und kleine Unternehmen durch Steuererleichterungen unterstützen. Die Einkommenssteuer für Gehälter ab 11.000 NIS (ca. 2.650 Euro, 3.100 CHF) soll gesenkt werden, um so Menschen mit geringen Einkommen im Land zu halten.
Kleine Unternehmen sollen ebenfalls stärker unterstützt werden, ein Aussetzen von Steuerzahlungen in der ersten Zeit nach einer Neugründung ist dabei genauso im Gespräch wie eine Reduzierung der Unternehmenssteuer auf 20 Prozent in den ersten ein bis zwei Jahren. So sollen noch mehr internationale Firmen ermutigt werden, in Israel zu investieren.

Weitere Informationen:
Neuer Wirtschaftsplan soll aufgesetzt werden (eng), Ynet, 05.11.17