MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Wieder mehr Comicbücher in Israel

in Israel Zwischenzeilen

Sie heissen „Super Strika“, „Nate the Great“ und „Bone“ und sie haben alle eins gemeinsam: Sie kennzeichnen eine kleine Revolution in Israels Bücherläden. Denn bei den Veröffentlichungen handelt es sich um Comics, ein Genre, das viele Jahre aus Israel verschwunden war.

„Als ich dem Verlag vorgeschlagen habe, eine Version von ‚Bone‘ zu machen sagte man mir, es sei zu dick, zu farbig und würde ein Vermögen kosten (…) als ‚Bone‘ dann schliesslich ganz oben auf der Besteller-Liste für Hebräische Bücher landete, habe ich echte Tränen geweint, weil ich das nicht für möglich hielt.“, erzählt Michal Paz-Klapp, Lektorin beim Kinneret-Verlag.

Mittlerweile veröffentlichen alle grossen israelischen Verlage Comicbücher. Der neue Trend hat dazu geführt, dass es inzwischen auch einige israelische Autoren gibt, die sich in dem Genre betätigen: Dazu gehören u.a. Rutu Modan mit „Ketchup für die Königin“ (Name des Comics in der deutschen Übersetzung) und eine Serie von Noam Nadav über ein zeitreisendes Stachelschwein namens Max.

Rutu Modan's Comic heisst im hebräischen Original „Mahl bei der Königin“ (Bild: Rutu Modan/Pinterest)
Rutu Modan’s Comic heisst im hebräischen Original „Mahl bei der Königin“ (Bild: Rutu Modan/Pinterest)

Weitere Informationen:

Comics feiern Comeback in Israel (englisch), Haaretz, 10.03.15

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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