MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Zentrum für antike Artefakte geplant

in Israel Zwischenzeilen

Die meisten Schätze der israelischen Sammlung von antiken Artefakten und Kunstgegenständen werden momentan in einem grossen Lager, verschlossen vor der Öffentlichkeit aufbewahrt. Doch damit soll nun Schluss sein: Wie die israelische Behörde für Antiquitäten bekannt gab, ist ein nationales archäologischen Zentrum geplant, in dem die wertvolle Sammlung von rund zwei Millionen Artefakten, darunter auch die Schriftrollen vom Toten Meer, ausgestellt werden soll.

Das neue Zentrum soll rund 35.000 Quadratmeter gross werden und viele Stücke, einige von ihnen mehr als 5.000 Jahre alt, werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. „Besucher werden in der Lage sein, echte nationale Schätze zu sehen und einen Einblick in den Reichtum des archäologischen Erbes Israel zu erhalten.“, erklärte Jacob Fisch, Direktor der „Friends of the Antiquities Authority“ das Vorhaben.

Das Zentrum soll voraussichtlich 2016 neben dem Israel Museum in Jerusalem eröffnet werden. Neben Fragmenten der Schriftrollen vom Toten Meer soll ausserdem eine Bibliothek mit antiken, selten Büchern und Karten entstehen. Die Kosten in Höhe von 80 Millionen Dollar werden überwiegend von privaten Spendern aus den USA, Europa und Israel getragen.

Die im Israel Museum ausgestellten Schriftrollen vom Toten Meer sollen dort verbleiben. Bisher unter Verschluss stehende Fragmente sollen jedoch in dem neuen Zentrum für antike Artefakte ausgestellt werden. (Bild: National Geographic)
Die im Israel Museum ausgestellten Schriftrollen vom Toten Meer sollen dort verbleiben. Bisher unter Verschluss stehende Fragmente sollen jedoch in dem neuen Zentrum für antike Artefakte ausgestellt werden. (Bild: National Geographic)

Weitere Informationen:

Ausstellungszentrum für antike Artefakte geplant (englisch), Haaretz, 19.03.14

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann Ciobotaru arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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