Umweltministerium gibt Gesundheitswarnung für Jerusalemer Busbahnhof heraus

in Israel Zwischenzeilen

Wer jemals in der Garage des zentralen Busbahnhofs in Jerusalem anstand, um in einen der Busse einzusteigen, wird von dieser Nachricht nicht überrascht sein: Das Umweltministerium hat festgestellt, dass besonders dieser Wartebereich stark verschmutzt und gesundheitsgefährdend ist.

Die Befunde wurden an Gesundheitsministerium, Stadtverwaltung und die Busgesellschaft „Egged“ weitergeleitet. Nach Angaben des Umweltministeriums sei das Level von Kohlenmonoxid sehr hoch und müsse dringend reduziert werden. Daneben gab das Ministerium eine öffentliche Warnung heraus, laut der nach Jerusalem Reisende es vermeiden sollten, mehr Zeit als nötig in den Busterminals zu verbringen. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Gebäude wegen Umweltverschmutzung mit einer Strafe von 708.224 NIS (rund 182.479 CHF, 147.665 Euro) belegt, aber da die Angelegenheit noch vor Gericht verhandelt wird, liegt bisher keine endgültige Entscheidung vor.

Die Dieselmotoren der wartenden Busse stossen Kohlenmonoxid in hohen Mengen sowie andere gefährliche Gase aus. Das Einatmen solcher Gase kann zu Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen. Daneben kann es Asthma-Attacken auslösen und akute und chronische Bronchitis verursachen.

Die Terminals zur Abfahrt der Busse liegen in einer Garage, oftmals muss man dort einige Zeit in der Schlange warten, bis man den Bus betreten kann. (Bild Wikipedia).
Die Terminals zur Abfahrt der Busse liegen in einer Garage, oftmals muss man dort einige Zeit in der Schlange warten, bis man den Bus betreten kann. (Bild Wikipedia).

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).