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Zwei Museen für die hebräische Sprache geplant

in Israel Zwischenzeilen

Es war eine Meisterleistung, auf die Sprachwissenschaftler noch heute mit Bewunderung blicken: Die Wiederbelebung des Hebräischen von einem antiken, religiösen Relikt zu einer modernen Sprache einer neuen Nation. Diesem Sprachwunder sollen sich in Zukunft zwei israelische Museen in Jerusalem und Rischon LeZion widmen.

In Jerusalem wird das neue Museum von der nationalen „Academy of the Hebrew Language“ aufgebaut, die Institution beschäftigt sich mit der Entwicklung und Erforschung des Hebräischen und entscheidet u.a. über grammatikalische Fragen. Das Museum für Hebräisch wird das erste seiner Art sein und die Geschichte des Revivals der Sprache vor über 100 Jahren beleuchten. Dabei will das Museum ein dynamisches Ausbildungszentrum darstellen, in dem durch audio-visuelle Mittel verschiedene Aspekte des Hebräischen und seiner Verbindung zu anderen Sprachen erklärt werden. Das privat finanzierte Museum in Rischon LeZion will vor allem eine Verbindung zwischen Universitäten weltweit herstellen, die Hebräisch lehren.

Hebräisch galt seit 200 n. Chr. als Sakralsprache und wurde erst im 19. Jahrhundert von dem Zionisten und Sprachwissenschaftler Elieser Ben-Jehuda wiederbelebt. Obwohl keiner der Ben-Jehudas die Sprache anfangs sprechen konnte waren sie die erste Familie, die im modernen Israel wieder ausschliesslich Hebräisch sprach.

Die Akademie für die Hebräische Sprache in Jerusalem (Bild: Presse Academy of the Hebrew Language).
Die Akademie für die Hebräische Sprache in Jerusalem (Bild: Presse Academy of the Hebrew Language).

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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