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Holocaust-Gedenktag: Antisemitismus so heftig wie eh und je

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Als die bekannte Hollywood-Schauspielerin und Israelin Gal Gadot anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages auf ihren sozialen Medien ein Bild von sich mit dem Plakat „#weRemember“ in der Hand postete, rechnete sie bestimmt nicht mit der Hasswelle, die ihr daraufhin entgegenschlug. „Heuchler“ und „Wir vergessen Palästina auch nicht!“ gehörten da noch zu den netteren Kommentaren. Gadot ist eine passionierte Advokatin für Israel und betont immer wieder, wie sehr sie ihre Heimat liebt.

Dass Antisemitismus ein nach wie vor drängendes Thema ist, sieht man vor allem in Europa, wo rechte Tendenzen aber auch linker und muslimischer Antisemitismus (oft als Anti-Zionismus oder „Israelkritik“ getarnt) wieder stärker zu werden scheinen. Dabei ist besonders die Erfassung, was Antisemitismus ist und wo gerechtfertigte Israelkritik aufhört, ein umstrittenes Thema.

Redakteurin Katharina Höftmann Ciobotaru arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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