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Neues, altes Viertel: Templersiedlung Sarona in Tel Aviv ist (fast) fertig

in Israel Zwischenzeilen

Der Verkehr auf der Kaplan Strasse kann seit fünf Jahren wesentlich ungestörter fliessen, seitdem mehrere Häuser der Templer im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg geräumt wurden. Fünf Häuser wurden als Ganzes um einige Meter versetzt und in die Templersiedlung integriert.

Sarona ist räumlich ein wenig zusammengerückt, aufpoliert und nun eröffnet worden. Das Mammutprojekt mit der Renovierung von 37 Gebäuden hat Jahre gedauert, jetzt sind in den typischen Templer-Gebäuden nicht nur Restaurants und Cafes, sondern auch israelische Designer und ein Informationszentrum. Am südlichen Rand wachsen Hochhäuser mit 660 neuen Wohnungen aus dem Boden – und auf der nördlichen Seite wird die erste unterirdische Strasse das Viertel mit dem Tel Aviv Museum verbinden. Aber soweit ist es noch nicht – derzeit ist Sarona (fast) fertig.

„Was wir bei der Renovierung in den verlassenen Dachböden fanden, ist irre“, sagt Jeremie Hoffman, Leiter der Konservierungs-Abteilung der Stadt. Von Möbeln, Nazi-Flaggen bis hin zu persönlichen Schätzen. Die Templer haben penibel dokumentiert, wer in den Gebäuden gewohnt hat. „Und so konnten wir die ehemaligen Bewohner kontaktieren, Originalfotos von fast allen Gebäuden bekommen und bei der Renovierung alles so originalgetreu wie möglich halten“, sagt Hoffman stolz.

Die alten Templerhäuser in Sarona sind restauriert und erstrahlen in neuem Glanz(Foto: Rami Zeringer, Tel Aviv Global & Tourism)
Die alten Templerhäuser in Sarona sind restauriert und erstrahlen in neuem Glanz
(Foto: Rami Zeringer, Tel Aviv Global & Tourism)

Weitere Informationen
Tel Aviv’s new temple, Jerusalem Post, 22. Januar 2013 (English)

 

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