MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Kibbuz entwickelt neuartiges Tierfutter

in Israel Zwischenzeilen/Wirtschaft & Innovation

Die weibliche schwarze Soldatenfliege legt 600-800 Eier auf einen Schlag und die Larven sind viele an der Zahl, sie ernähren sich auch von Abfall und machen daraus natürlichen Kompost. Nimmt man nun diese Larven und steckt sie in 10 Tonnen Nahrungsmittelabfälle hat man innerhalb von einer Woche zwei Tonnen ausgewachsene Larven und drei Tonnen Kompost – und damit eine ganze Menge äusserst protein- und fettreiches Futter für Nutz- und Haustiere.

Vor allem in Anbetracht dessen, dass ein Drittel des weltweit verwendeten Tierfutters mit wild gefangenem Fisch angereichert wird und die Meere sowieso überfischt sind, hat der Kibbut Sde Eliyahu in dem die Firma BioBee gegründet wurde, damit eine nachhaltige Alternative entwickelt. BioBee verkauft bereits jetzt an über 50 verschiedene Länder weltweit, zu ihren bisherigen Entwicklungen gehören Alternativen für chemische Pestizide sowie Hummeln, die sie für natürliche Bestäubungen zur Verfügung stellen.

Ein israelischer Kibbutz ermöglicht nachhaltige Landwirtschaft mit seinen Entwicklungen (Bild: Pixabay).

Weitere Informationen:
Fliegenlarven als Tierfutter (eng), Calcalist, 07.01.18

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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