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Immer mehr Städte wollen Läden an Schabbat öffnen

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Nach Rischon LeZion ist Givatayim nun schon die zweite israelische Kleinstadt, die ihre Statuten für Öffnungszeiten geändert hat und künftig Supermärkten und Gemischtwarenläden erlauben, ihre Waren auch an Schabbat zu verkaufen.

Demgegenüber stehen die Verhandlungen über einen Gesetzesentwurf der Knesset, dem sogenannten „Supermarkt Gesetz“, welches das Innenministerium dazu befähigen soll, Entscheidungen von Stadtverwaltung zu Schabbat-Öffnungszeiten zu annullieren. Ausgenommen davon ist in jedem Fall Tel Aviv-Jaffa.

„Das Supermarkt-Gesetz ist ein furchtbares Gesetz, das uns allen schaden wird und bedeutet, dass die Entscheidungsmacht von den städtischen Bürgermeistern an das Innenministerium abgegeben wird. Es zielt darauf ab, der säkulare Öffentlichkeit eine religiöse Lebensweise aufzuerlegen, die nicht zu der Mehrheit der Bewohner von Givatayim passt“, kommentierte der Bürgermeister Ran Kunik in seiner Entscheidung.

Weitere Informationen:
Streit um Schabbat-Öffnungszeiten (eng), Ynet, 31.12.17

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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