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Hasskommentare in sozialen Medien werden öfter entfernt

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Die Cyber-Einheit des israelischen Justizministeriums meldet regelmässig Hasskommentare in sozialen Medien wie Facebook und Twitter. Wie der Bericht für das vergangene Jahr zeigt, mit gutem Erfolg: Von den tausenden Anfragen, gefährliche oder beleidigende Beiträge zu entfernen, kamen die sozialen Medien in rund 85 Prozent der Fälle der Anfrage nach. Das ist ein positiver Anstieg von 70 Prozent in dem Jahr zuvor.

Bisher hat das Ministerium sich vor allem anstachelnden oder menschenverachtenden Kommentaren und Beiträgen von Terrororganisationen oder Einzelpersonen gewidmet, in der Zukunft soll sich die Arbeit auch noch mehr auf den Bereich sexuelle Gewalt konzentrieren. Dabei seien einige Unternehmen verständnisvoller als andere, so der Bericht der Cyber-Einheit: Bei Google und Facebook wird oft zügig gehandelt, Twitter und WordPress hingegen zeigten sich nicht immer besonders kooperativ.

Erst werden die israelischen Flaggen verbrannt – dann wird bei Facebook und Co gepostet (Bild: 27zapata / Imanol Epelde Pagola/ Wikimedia commons)

Weitere Informationen:
Kampf gegen Hasskommentare (eng), Calcalist, 29.12.17

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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