MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Erste Bank für Muttermilch soll eröffnen

in Israel Zwischenzeilen/Medizin & Wissenschaft

Im kommenden Jahr soll in Israel nun die erste offizielle Muttermilch-Bank eröffnet werden. Ein Schritt, der seit Jahren von verschiedenen Stellen gefordert wird, schon 2011 präsentierte das Gesundheitsministerium die Idee zum ersten Mal. Noch immer seien nicht alle Details komplett geklärt, aber das Gesundheitsministerium hat bereits rund eine Million Schekel (ca. 240.000 Euro, 280.000 CHF) zur Verfügung gestellt, damit der Magen David Adom (das israelische Äquivalent zum Roten Kreuz) das Projekt nun endlich auf den Weg bringen kann.

Eine offizielle Bank für Muttermilch ist dringend nötig, können doch lediglich 50 Prozent der Mütter von Frühgeborenen stillen und manche der Neugeborenen vertragen Milchpulver schlichtweg nicht. Bisher gab es im Land für betroffene Mütter inoffizielle Wege, um an Muttermilch zu kommen. Oft waren die Spender aber nicht auf Hepatitis C, HIV oder andere Viruserkrankungen untersucht worden. Spender von Muttermilch werden übrigens für ihre Leistung nicht bezahlt.

Nicht alle Frauen haben das Glück, dass sie stillen können (Foto: Pixabay)

Weitere Informationen:

Erste offizielle Muttermilch-Bank für Israel (eng), JPost, 18.11.2017

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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