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Film über arabische Israelinnen in Tel Aviv zeigt unbekannte Welten

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Arabische Filmemacher und Geschichten aus der arabischen Gesellschaft liegen momentan in Israel im Trend, der neuste Kinoerfolg „Bar Bahar – In Between“ des arabischen Regisseurs Maysaloun Hamoud zeigt wiederum eine neue Facette der arabischen Gesellschaft: Die drei Protagonistinnen des Filmes sind junge Araberinnen, die in einer Tel Aviver WG ein Leben fernab von ihren traditionellen Gemeinden führen: Da ist Layla, eine liberale Muslima und Anwältin, die gerne Party macht; die lesbische Salma aus einer konservativen arabisch-christlichen Familie und Nour eine streng gläubige Muslima, die von ihrem Verlobten vergewaltigt wird.

Die drei Protagonistinnen des Films „Bar Bahar – in Between“ entsprechen nicht dem Bild, das Konservative von jungen Araberinnen haben (Bild: Haifa Film Festival)
Die drei Protagonistinnen des Films „Bar Bahar – in Between“ entsprechen nicht dem Bild, das Konservative von jungen Araberinnen haben (Bild: Haifa Film Festival)

Der Film, der u.a. den ersten Preis auf dem Haifa International Film Festival gewann, zeigt, wie die Frauen ihren Platz zwischen traditionellen Familien und einer modernen Stadt, in der sie doch auch immer wieder Diskriminierungen ausgesetzt sind, suchen. Im Film ist auch die arabisch-israelische Stadt Umm Al-Fahm portraitiert – deren Stadtverwaltung hat nun zu einem Boykott gegen den Film aufgerufen.

Filmtrailer

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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