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Regierung vereinfacht Registrierung für Aramäer

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Ein neues Gesetz, das nun von Justizministerin Ayelet Shaked bewilligt wurde, soll es Christen in Israel zukünftig noch leichter machen, sich statt als Araber als Aramäer im Innenministerium zu registrieren – ohne zusätzliche Gebühren und komplizierte Formulare. Daneben soll zukünftig ein Familienmitglied den Antrag für mehrere Angehörige stellen können.

Von den etwa 127.000 arabischen Christen im Land, identifiziert sich ein nicht geringer Teil als Aramäer und eben nicht als Araber. Nach Schätzungen der Zeitung Haaretz aus dem Jahr 2016 sind etwa 13.000 Christen in Israel berechtigt, sich als Aramäer im Innenministerium registrieren zu lassen. Für viele der „arabischen“ Christen ist das auch eine Art der Abgrenzung von den muslimischen Arabern, unter den arabischen Christen ist es nämlich beispielsweise durchaus üblich, im israelischen Militär zu dienen. Sie gehören ausserdem zu einer der best ausgebildeten Minderheit im Land. In muslimisch-christlichen Städten wie Nazareth war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Angriffen von muslimischen Arabern auf Christen gekommen – auch das könnte ein Grund für den Wunsch nach Abgrenzung sein.

Blick auf die Verkündigungskirche und die Stadt Nazareth (Bild: Zairon/Wikimedia Commons).
Blick auf die Verkündigungskirche und die Stadt Nazareth (Bild: Zairon/Wikimedia Commons).

Weitere Informationen:

Registrierung für Aramäer erleichtert (englisch), Ynet, 15.01.17

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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