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Koexistenz: Food Festival in Haifa bringt Diversität

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Die Stadt Haifa wurde von den schweren Bränden, die Ende November in Israel wüteten, besonders getroffen. Vor allem die Tatsache, dass eine (noch) unbekannte Anzahl an Feuern auf Brandstiftung mit nationaler Motivation zurückgeführt werden kann, hat die Stadt der Koexistenz erschüttert. Haifa ist nämlich eine der wenigen Städte in Israel, in denen arabische und jüdische, christliche und muslimische Bewohner weitestgehend friedlich zusammenleben. Umso wichtiger ist das Food Festival, das in dieser Woche 45 arabische und jüdische Köche zusammenbringt und Haifas Bewohner und Besucher an die positiven Seiten der Diversität erinnert.

„Die Beziehungen hier sind stark. Niemand kann sie zerbrechen“, zeigte sich Haifas Bürgermeister Yona Yahav gegenüber der Times of Israel optimistisch auch in diesem Jahr wieder eine Besucherzahl von 70.000 Menschen bei dem Festival zu erreichen. Das Food-Festival findet bereits seit 2014 unter der Federführung von Master-Chef-Gewinnerin Nof Atamna-Ismaeel statt. Neben unzähligen Gelegenheiten arabisch-israelische Spezialitäten wie Hummus, Maklube und Kubbah zu verköstigen, sind auch viele musikalische Events geplant.

Hummus darf bei dem Food Festival in Haifa natürlich nicht fehlen (Bild: Pixabay).
Hummus darf bei dem Food Festival in Haifa natürlich nicht fehlen (Bild: Pixabay).

Weitere Informationen:

Informationen über das Food-Festival (hebräisch und arabisch)

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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