MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

1. Cybathlon mit Technion Erfolg

in Medizin & Wissenschaft

66 Teams aus 25 Ländern sind beim 1. internationalen Cybathlon im schweizerischen Kloten gegeneinander angetreten. Zwischen acht und zwölf Piloten kämpften mit Hilfe von Assistenztechnologien in sechs Kategorien um den ersten Platz. Vom sportlichen Aspekt abgesehen zeigte der Wettkampf auch, wie moderne Technik Menschen mit Einschränkungen den Alltag erleichtern kann.

Cybathlon Kloten, 08.10.2016. (ETH Zürich/Alessandro Della Bella)
Cybathlon Kloten, 08.10.2016. (ETH Zürich/Alessandro Della Bella)

Die Kategorien waren LEG, ein Hindernisparcours mit Beinprothesen, WHEEL, ein Parcours mit motorisierten Rollstühlen, FES, ein Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation und ein virtuelles Rennen mit Gedankensteuerung (BCI). Zehn Piloten gingen beim Geschicklichkeitsparcours mit Armprothesen (ARM) und acht Teilnehmende beim Parcours mit robotischen Exoskeletten (EXO) ins Rennen.

Konkret ging es nicht nur um Schnelligkeit sondern um Geschick wie beim Brotschneiden, Treppen steigen oder eine Schublade öffnen.

Die Schweiz ging mit sieben Teams an den Start. In der Kategorie LEG machte der deutsche Andre Van Rüschen mit der israelischen Technion-Erfindung ‚ReWalk‘ den ersten Platz mit 552 Punkten.

Kloten, 08.10.2016 ETH Zürich / Nicola Pitaro)
Kloten, 08.10.2016 ETH Zürich / Nicola Pitaro)

Robert Riener, Initiator des Cybathlon und Professor für Sensomotorische Systeme an der ETH Zürich, ist sehr zufrieden: „Die eigentlichen Sieger des heutigen Cybathlon sind all jene Menschen, deren Alltag aufgrund einer körperlichen Behinderung eingeschränkt ist. Wir haben heute gezeigt, dass wir Grossartiges leisten können, wenn wir die Bedürfnisse der Betroffenen in die Entwicklung von Assistenztechnologien einbeziehen. Ich bin stolz auf die Arbeit dieser rund 70 Teams und freue mich riesig über die weltweite Beachtung, die der Cybathlon gefunden hat.“

Die Gewinner in den sechs Disziplinen

Robert Radocy vom Team DIPO Power im Geschicklichkeitsparcours mit Armprothesen (ARM)

Mark Muhn vom Team Cleveland beim Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation (FES)

Florian Hauser vom Team HSR Enhanced beim Parcours mit motorisierten Rollstühlen (WHEEL)

Andre Van Rueschen vom Team ReWalk beim Parcours mit robotischen Exoskeletten (EXO)

Numa Poujouly vom Team Brain Tweakers beim Virtuellen Rennen mit Gedankensteuerung (BCI)

Helgi Sveinsson vom Team OssurRheoKnee beim Hindernisparcours mit Beinprothesen (LEG)

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