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Neue App-Entwicklung prüft Qualität von Wassermelonen

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Der israelische Sommer ist die Hochzeit für Wassermelonen. Kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht von der köstlichen pinken Frucht isst. Umso ärgerlicher ist es, wenn man aus Versehen (und weil man ja nicht hineingucken kann), eine unreife Wassermelone im Supermarkt erwischt.

Das passierte auch dem Technion-Studenten Salah Abed Alehlim, der eine qualitativ minderwertige, nicht süsse, Wassermelone nach Hause brachte und sich dafür mächtig Ärger mit seiner Mutter einhandelte. Gemeinsam mit zwei Kommilitonen und nach Gesprächen mit Experten der Eliteuni MIT und aus Oxford entwickelte Alehlim eine Methode, um gute Wassermelonen leicht zu erkennen. Mit Hilfe einer Smartphone-App wird die Wassermelone analysiert und auf spezifische Parameter (wie Farbton, Muster und Grösse des Kreises am Boden der Frucht) überprüft. Einzige Hürde für den Supermarkt-Besucher: Um die Melone zu analysieren, ist ein weiterer Sensor nötig. Da kann man nur hoffen, dass wenigstens die Supermärkte künftig von dieser technologischen Entwicklung Nutzen machen, damit wir alle nie wieder schlechte Wassermelonen essen müssen.

Was drin steckt, weiss man bisher immer erst beim Aufschneiden, eine neue App soll das jetzt ändern (Bild: http://www.mainifrutta.com/de/angurie).
Was drin steckt, weiss man bisher immer erst beim Aufschneiden, eine neue App soll das jetzt ändern (Bild: http://www.mainifrutta.com/de/angurie).

Weitere Informationen:

Israelis entwickeln App für Analyse von Wassermelonen, Ynet, 23.06.16

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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