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Israel soll noch mehr Billigfluglinien anziehen

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In den letzten Monaten hat ein Ausschuss des Verkehrs- und des Finanzministeriums nach Möglichkeiten gesucht, wie man noch mehr Billigfluglinien nach Israel bringen könnte. Dabei wurden vor allem die Gebühren, die Fluggesellschaften an die Flughafenbehörde zahlen müssen, genauer unter die Lupe genommen.

Low-Cost-Linien zahlen zum Teil am Ben-Gurion-Flughafen 50 Prozent mehr Flughafenkosten als an europäischen Flughäfen – und das, obwohl ihre Bedeutung für Israel immer größer wird (Easyjet hat schon jetzt nach ElAl und Turkish Airlines die drittmeisten An- und Abflüge von Tel Aviv zu verbuchen). Zwar seien die Kosten am Terminal eins, der primär von Billigfluglinien genutzt wird, deutlich geringer als am Hauptterminal, aber da es dort keine Duty-Free-Geschäfte gibt, werden die Passagier momentan trotzdem zum Hauptterminal gefahren. Zwischen den Jahren 2012 und 2014 hat die Flughafenbehörde mit einem jährlichen Plus von etwa 125 Millionen USD gewirtschaftet und der Ausschuss glaubt auch deshalb, dass die Kosten gesenkt werden können, ohne der Behörde finanziell zu schaden.

Die Empfehlungen des Ausschusses, das Bezahlsystem transparenter und damit auf die tatsächlich entstehenden Kosten zu reduzieren, wurden jedoch bisher vom Verkehrsministerium ignoriert.

Der israelische Flughafen soll attraktiver für Billigfluglinien werden (Bild: Michaelg2588/Wikimedia).
Der israelische Flughafen soll attraktiver für Billigfluglinien werden (Bild: Michaelg2588/Wikimedia).

Weitere Informationen:

Ausschuss untersucht Flughafenkosten (eng), Haaretz, 15.07.16

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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