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Forscher entwickeln Anti-Baby-Pille ohne Nebenwirkungen

in Israel Zwischenzeilen/Medizin & Wissenschaft

Kopfschmerzen bis hin zur Migräne sind nur eine der vielen Nebenwirkungen, die Anti-Baby-Pillen für Frauen mit sich bringen. Israelischer Forscher des Sheba Medical Center am Tel Hashomer sind nun auf eine Möglichkeit gestoßen, den Eisprung ohne hormonelle Mittel zu verhindern.

Die Wissenschaftler haben eigentlich nach einer Möglichkeit gesucht, um die künstliche Befruchtung zu verbessern. Dabei sind sie auf ein Gen gestoßen, das sich während des Eisprungs verändert und dabei den Weg für Prostaglandine bereitet (diese unterstützen Wehen und helfen bei der Vorbereitung auf die Geburt) – beim ersten Versuch mit Mäusen spritzten die Forscher ein Mittel, dass die Prostaglandine blockiert und stellten fest, dass durch dies gleichzeitig kein Eisprung mehr stattfand. In weiteren Versuchen soll nun überprüft werden, ob das Mittel auch für Menschen geeignet ist.

„Manche Frauen können keine hormonelle Verhütung nutzen, beispielsweise bei Blutgerinnungsstörungen, Raucher oder Krebspatienten. Eine andere Art der Verhütung kann eine neue Lösung für diese Frauen sein“, erklärt Prof. Ariel Horowitz, Leiter des Fertilitätslabor.

Die Anti-Baby-Pille hat viele Nebenwirkungen – das könnte bald vorbei sein (Bild: Von Matthew Bowden www.digitallyrefreshing.com, wikimedia commons).
Die Anti-Baby-Pille hat viele Nebenwirkungen – das könnte bald vorbei sein (Bild: Von Matthew Bowden www.digitallyrefreshing.com, wikimedia commons).

Weitere Informationen:

Forscher arbeiten an nicht-hormoneller Verhütung (eng), Ynet, 21.05.16

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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