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Israels Immobilienpreise: Anstieg um 30 Prozent in fünf Jahren

in Israel Zwischenzeilen

Die Preise für Immobilien sind auch im Jahr 2015 um 6,2 Prozent weiter angestiegen, damit liegt der Anstieg in den letzten fünf Jahren bei insgesamt rund 30 Prozent. Wenn man die Preise mit denen von 2007 vergleicht, ist sogar ein Anstieg von rund 70 Prozent zu verzeichnen. Vor allem die Preise von gebrauchten, älteren Eigentumswohnungen stiegen im vergangenen Jahr um ganze 7,1 Prozent, während neue Wohnungen lediglich um 1,1 Prozent teurer wurden. Diese Daten des Ministeriums für Hausbau beruhen auf Preisen in 110 Städten und Ortschaften Israels.

Während Immobilien im Schnitt am teuersten in Tel Aviv sind, stiegen die Preise am meisten in den südlichen Städten Ashdod und Beersheva an, wo es einen Sprung um 13,4 Prozent zu verzeichnen gab. Einen weiteren Anstieg der Wohnungspreise zu stoppen, gehört seit Jahren zu den Zielen verschiedener, israelischer (Regierungs-) Parteien. Bisher ohne grossen Erfolg.

„Ich gehe davon aus, dass die Eigentumspreise Ende 2016 sinken werden und schätze, dass sie Ende 2017 um insgesamt 15 Prozent reduziert werden können“, gibt sich Avigdor Yitzhaki, der Verantwortliche im entsprechenden Ministerium, gegenüber dem Fernsehsender der Knesset zuversichtlich, „Wenn die Preise nicht fallen wie ich verspreche, werde ich zurücktreten.“

Baukräne in Jerusalem (Bild: commons.wikimedia.org)
Baukräne in Jerusalem (Bild: commons.wikimedia.org)

Weitere Informationen:

 

Eigentumspreise steigen weiter (englisch), Haaretz, 08.02.16

 

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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